Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Limburg
und ökumenische Veranstaltungen in der Region
Gottesdienste verschiedener Kirchen und Gemeinden
https://nächster-gottesdienst.de/
Details zu Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen in Limburg und Umgebung sind auch im Amtsblatt “Domstadt” zu finden;
online unter https://www.wittich.de/produkte/zeitungen/471-domstadt-heimat-und-buergerzeitung-fuer-die-stadt-limburg
Berichte von ACK-Seminaren im Januar 2026
“Erfüllt leben” – Referentin: Teresa Zukic – ACK-Seminar Mittwoch, 14.01.2026
Teresa Zukic, Ordensschwester, Diplom-Theologin, Buchautorin und vielgefragte Rednerin, hob zu diesem Thema hervor, daß der Glaube an GOTT glücklich machen kann – auch in schweren Tagen. Begonnen als Leistungssportlerin erlebte sie später eine Lebenswende, von der sie sagt: “GOTT habe ich nie gesucht, aber er hat mich gefunden”. Offen erzählte sie nicht nur von Erfolgen, sondern auch von einer Krebserkrankung, die sie durchzustehen hatte. GOTT sei so verliebt in die Menschen, daß er seinen Sohn für jede Sünde habe büßen lassen. Das sei das Ende von Wenn… und Dann… und deshalb lohne es sich auch GOTT zu vertrauen. GOTT habe jedoch auch Respekt vor unserer Freiheit und lasse uns dazu die Wahl.
Wenn es um die Lösung von Problemen gehe, meine die Menschheit, sie habe auf alles eine Antwort. Dabei zeige doch die Bibel, wie kreativ GOTTES Lösungen seien. “Entspannen Sie; bitten Sie GOTT um seinen heiligen Geist, dann kommen die besten Lösungen”! empfahl die Referentin. Dazu gehöre auch, das Lob GOTTES über die Bitte zu stellen. Fünf Minuten am Tag GOTT zu loben könne Wunder bewirken.
Ihr Vorsatz an jedem Morgen sei, jemanden glücklich zu machen. Wenn wir jemanden überraschend anlächeln, helfen und fröhlich auftreten, könne das Wunder bewirken, weil es beim Gegenüber eine positive, vielleicht neugierige Reaktion auslöse. Das gelte auch für die Vergebung. Verletzte Menschen würden auch andere verletzen. Vergebung dagegen löse einen Überraschungseffekt aus, denn der Andere rechne vielleicht nicht mit Liebe. Der Weg dorthin gehe über Gebet und Geduld. Neun Milliarden Christen könnten die Welt verändern, wenn sie die Freude an der Erlösung wirklich leben würden.
“Gemeinsam glauben” – Referent: Thomas Drumm – ACK-Seminar Mittwoch, 21.01.2026
Thomas Drumm, Vorstandsvorsitzender und geistlicher Leiter der Jesus-Bruderschaft e.V. in Gnadenthal, stellte zu diesem Thema mit einem Votum zum Glaubensbekenntnis klar, was die Christenheit verbindet. Wer bekenne und glaube, werde von GOTT gerettet. Das gehe schon aus dem Brief des Paulus an die Römer (Kap. 10,9) hervor.
Das gemeinsame christliche Glaubensbekenntis feierte 2025 das 1700-jährige Jubiläum. Es gehe zurück auf Kaiser Konstantin, der im römischen Reich auch einen einheitlichen christlichen Glauben forderte. Daß sich dieser ursprünglich heidnische Kaiser zum Christentum bekannte, war ausgelöst worden durch einen Traum mit dem Kreuzesbild “In hoc signo vinces” (Unter diesem Zeichen wirst du siegen). Konstantin hatte in der entscheidenden Schlacht tatsächlich den Sieg errungen und ließ fortan viele Münzen und Reliefs im ganzen römischen Reich mit dem Christusmonogramm mit den Buchstaben P und X (für Jesus Christus) gestalten.
Die Beschlüsse der Kirchenvertreter unter Leitung Konstantins sind im Jahr 325 in das Glaubensbekenntnis von Nicäa-Konstantinopel eingeflossen. Dieses Ereignis kann man als Geburtsstunde der Ökumene betrachten. Das Glaubensbekenntnis beschreibe einen unverzichtbaren Teil des Christentums. Es schaffe Einheit und Gemeinschaft – auch mit den Glaubenszeugen vergangener Zeiten. Und es sei ein Zeugnis vor der Welt, mit dem Beterinnen und Beter bekennen, wofür sie einstehen – insbesondere auch in Zeiten von Bedrängnis.
“Gemeinsam singen” – Mit Carsten Igelbrink – ACK-Seminar Mittwoch, 28.01.2026
‘Gemeinsam singen’ war das Motto des 3. ACK-Seminars in 2026. Domorganist Carsten Igelbrink begleitete das Singen am Flügel und erklärte:
“Die ältesten christlichen Lieder sind die Psalmen”. Gemeinsam wurde in Anlehnung an Psalm 103 der bekannte Hymnus “Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren”, komponiert von Joachim Neander, angestimmt. Weitere gemeinsame Lieder waren “Komm und lobe den Herrn” sowie “Herr, das Licht deiner Liebe leuchtet auf” die aus dem anglikanischen Raum stammen und im gottesdienstlichen Lobpreis freikirchlicher Gemeinden und Gemeinschaften gerne gesungen werden.
Sylvia und Matthias Zierenberg stellten die Serbisch-Orthodoxe Gemeinde des Heiligen Lubentius vor, die sich zu ihren Gottesdiensten in Dietkirchen trifft. Es folgte a cappella ein Liedbeispiel aus der byzanthinischen Gesangstradition und anschließend ein gesungenes Vaterunser.
Für die Selbständig-Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) stellte Pfarrer Jörg Rücker die folgenden zwei gängigen Lieder vor, die auf Bibelversen basieren: “Ist GOTT für mich, so trete gleich alles wider mich” (aus Römer 8) und “In dem Herren freuet euch” (aus Phil. 4).
Simone Weilberg-Gütig aus dem Christuszentrum Limburg (CCLM) trug 2 Eigenkompositionen vor und betonte: “Lobpreis wirkt Wunder, Gesang kann Menschenleben verändern”.
Domorganist Carsten Igelbrink stimmte “Das Licht der Völker ist Christus allein” an, das aus den Ergebnissen des 2. Vatikanischen Konzils entstand. Das darauffolgende Lied “Viel zu spät hab ich dich lieb gewonnen”, das den Kirchenvater Augustinus zitiert, hatte die Besonderheit, daß es nur auf einem Ton gesungen wird.
Mit dem abschließenden “Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen” ging ein großartiger Abend zu Ende. Hierbei wurde deutlich, daß gerade auch das gemeinsame Singen Christen verschiedener Konfessionen verbindet, und es könnte einen Impuls geben, dies zu wiederholen.
Mitglieder der ACK Limburg
Zur ACK Limburg gehören als Mitglieder:
- die Katholischen Kirchengemeinden St. Georg, St. Marien, St. Hildegard und St. Josef
- die Evangelische Kirchengemeinde Limburg
- die Evangelische Kirchengemeinde Staffel
- die Freie evangelische Gemeinde (FeG) Limburg
Zur ACK Limburg gehören als Beobachter-Gemeinden:
- die St. Johannes-Gemeinde Limburg (SELK – Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche)
- das Christus Centrum Limburg (CCLM)
- die Neuapostolische Kirche Limburg
Entstehung
Die Wirren der Nachkriegszeit – Flüchtlingsströme, Gefangenschaft und Not – haben dazu geführt, dass konfessionelle Verschiedenheiten in den Hintergrund getreten sind. Im Jahre 1948 gründete daher die evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und 5 Freikirchen die ACK in Deutschland unter Vorsitz von Pastor Martin Niemöller. Nach dem II. Vatikanischen Konzil war auch für die katholische Kirche der Weg zur Mitgliedschaft in der ACK frei.
Die ACK-Limburg wurde am 21. Mai 1970 durch in den Gemeinden aktive konfessionsverbindende Ehepaare gegründet.
Seitdem werden in Limburg regelmäßig ökumenische Gottesdienste und Andachten gefeiert. Bald darauf wurde zum ersten Mal das ökumenische Seminar angeboten, das sich mit aktuellen Fragen des Glaubens auseinandersetzt. Die Gründung der “Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Limburg” im April 1992 ist unter Mitwirkung der ACK-Limburg herbeigeführt worden.
Gegenwart
Die Zusammenarbeit der Christen in unserer Stadt ist von einem vertrauensvollen Miteinander geprägt. Eine tragende Säule ist der ökumenische Gottesdienst am 2. Freitag in der St.Anna-Kirche, in dem wir unter anderem für Einheit und Frieden der Konfessionen und Religionen beten.
Das dreiteilige ACK-Seminar im Januar zu Fragen der Glaubens- und Lebensgestaltung wird von Christen in und um Limburg gerne besucht, ebenso die “Atempausen im Advent”, eine Andachtsreihe an den vier Samstagvormittagen im Advent, die zur meditativen Stille und Besinnung in die Evangelische Kirche am Bahnhof einladen.
Seit mehreren Jahren lädt die ACK-Limburg als Abschluss der “Interkulturellen Woche” auch zum “Friedensgebet der Religionen” ein.
Visionen der ACK Limburg
- die Einheit in der Verschiedenheit suchen
- mit Menschen aller Altersstufen die Ökumene leben und in Gottesdiensten feiern
- das ökumenische Bewusstsein in den Gemeinden vertiefen
- interreligiöse Begegnungen fördern

